Prof. Kilian erforscht gegenwärtig die Verschränkung von Literatur, Geschlecht und räumlich-zeitlichen Strukturen in experimentellen und autobiografischen Texten. Ihr aktueller Fokus liegt auf queer-feministischen Perspektiven auf Subjektivität, Mobilität und soziale Ungleichheit — etwa wie zeitgenössische Autoren durch experimentelle Erzählformen Fragen von Klasse, Geschlechteridentität und Zugehörigkeit neu verhandeln. Sie untersucht, wie literarische Texte alternative Konzepte von Raum, Zeit und Identität entwerfen und damit gesellschaftliche Normen hinterfragen. Ihre Arbeiten verbinden Literaturanalyse mit Gender Studies, Migrationsforschung und Kulturwissenschaft und richten sich an Fachleute in Kulturinstitutionen, Bildung und Geisteswissenschaften, die verstehen wollen, wie künstlerische Praktiken soziale Kritik und Empowerment vermitteln.
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Prof. Dr. Eveline Kilian
HU-FIS-Profil ↗Social Cohesion Projekt GC_SC_PC_35 Übersetzen als Praxis und Politik in einer globalisierten Welt: Perspektiven der Gender und Diversity Studies
university
Förderer: DFG sonstige Programme Zeitraum: 09/2010 - 09/2010 Projektleitung: Prof. Dr. Eveline Kilian
Förderer: Berlin University Alliance (BUA) Zeitraum: 11/2019 - 12/2020 Projektleitung: Prof. Dr. Ulrike Vedder, Prof. Dr. Beate Binder, Prof. Dr. phil. Susanne Gehrmann, Prof. Dr. Eveline Kilian
Zeitraum: 11/2019 - 04/2020 Projektleitung: Prof. Dr. Ulrike Vedder
J.B. Metzler eBooks · DOI
Die gängigen erzähltheoretischen Abhandlungen (z.B. Chatman 1978, S. 62–79; Schwarze 1982, S. 153–170; Rimmon-Kenan 1983, S. 43–58; Toolan 2001 [1988], S. 42–54) stützen sich in ihren Ausführungen zur Zeitdarstellung im Wesentlichen auf Gerard Genettes Kategorienkatalog zur Beschreibung der Zeitverhältnisse in Erzähltexten, manche verweisen zusätzlich auf Günther Müllers Unterscheidung zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit, die auch in Genettes Systematik Eingang findet.
Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur · DOI
Abstract This paper takes its cue from research on the social production of space and time in recent decades and outlines major feminist and queer perspectives emanating from this field of investigation and their productivity for cultural and literary studies (Part 1). Part 2 offers a gender-queer reading of Virginia Woolf’s Orlando. A Biography (1928) based on the concepts and ideas presented in the first section. It shows how Woolf’s experimental take on time, space and gender exposes the patriarchal and heteronormative underpinnings of Victorian biographical writing and projects a performative notion of gender that refutes the gender essentialism still prevalent in her day. The concluding part (Part 3) considers the literary text itself as a heterotopia in the sense of a counter-site that can critically reflect the norms of existing spaces and open up alternative worlds of being for the reader to inhabit.