Die Forschung von Prof. Dr. Notger Slenczka konzentriert sich auf die phänomenologische Analyse selbstbezüglicher Emotionen wie Scham, Ehre und Gewissen als Grundlage für eine Reformulierung des Gottesbegriffs. Sie verbindet theologische Fragestellungen mit philosophischen Emotionstheorien, um die Grundstruktur des menschlichen Selbstverhältnisses zu untersuchen. Der Ansatz ist stark interdisziplinär und nutzt hermeneutische sowie begriffsgeschichtliche Methoden, um normative und epistemologische Zusammenhänge zu beleuchten. Ziel ist eine monographische Arbeit, die die Rede von Gott auf dieser psychologischen und philosophischen Basis neu begründet.
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Prof. Dr. theol. Notger Slenczka
Geplant ist ein Projekt (Monographie) zur Begründung der Rede von Gott auf der Basis einer Analyse selbstbezüglicher Emotionen ('Selbstgefühle'): Ehre; Stolz; Scham; Schuld; Gewissen. Diese Emotionen sollen (im Gespräch mit philosophischen Emotionstheorien) phänomenologisch beschrieben werden als Indiz der Grundstruktur des menschlichen Selbstverhältnisses: Es soll erkennbar werden, dass das den Menschen auszeichnende Selbstverhältnis konstituiert ist durch die vorthematische Integration einer Fremdperspektive (Scham / Ehre / Stolz als vorprädikatives Bewusstsein des 'Gesehenwerdens'). Diese Beschreibung soll ins Gespräch gebracht werden mit der in der analytischen Philosophie geführten Diskussion über den Sinn der Rede von personaler Identität und über deren Konstitution und mit der theologischen Diskussion um den Sinn der Rede von Gott (hermeneutische Theologie). Es soll so in einer Art Entmythologisierung und existentialer Interpretation (Bultmann) der Versuch unternommen werden, die christliche Eschatologie, die christliche Soteriologie und die darauf begründete Rede von Gott als Darstellung und Deutung der Problematik personaler Identität auszulegen.
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