Prof. Greco erforscht gegenwärtig die grundlegenden Strukturen und Theorien des Strafrechts, insbesondere die Frage nach Verantwortung, Schuld und Identität in strafrechtlichen Verfahren — etwa bei der Verfolgung von Kriegsverbrechen oder der Legitimität von Strafen. Ein aktueller Schwerpunkt liegt auf der Frage nach richterlicher Verantwortung im Zeitalter automatisierter Justiz (Robot Judges). Seine Arbeiten verbinden deutsche und lateinamerikanische Rechtstraditionen und entwickeln dogmatische Methoden zur Analyse von Strafbarkeit, Notwehr und Schuldfähigkeit. Für Unternehmen und öffentliche Institutionen relevant sind seine Erkenntnisse zur Strafbarkeit juristischer Personen und zur Verantwortlichkeit von Entscheidungsträgern — insbesondere bei Fragen zu Compliance, Unternehmenshaftung und der Gestaltung von Kontrollsystemen.
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Prof. Dr. Luis Greco
HU-FIS-Profil ↗Förderer: DAAD Betreuungskostenzuschuss / Sachmittelzuschuss Zeitraum: 10/2022 - 09/2024 Projektleitung: Prof. Dr. Luis Greco
Förderer: DAAD Zeitraum: 01/2018 - 05/2020 Projektleitung: Prof. Dr. Luis Greco
Dieses große Lehrbuch behandelt die Grundlagen und den Aufbau der Verbrechenslehre. Es überzeugt durch grundlegende Systematik, wissenschaftliche Durchdringung aller Details und sprachliche Brillanz. Einzigartig ist die Berücksichtigung der fremdsprachigen Literatur. Behandelt werden u. a.:
Americanae (AECID Library)
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Duncker & Humblot eBooks · DOI
Abstract Luís Greco wirft in der vorliegenden Publikation die Frage auf, ob die heutige strafrechtstheoretische Diskussion von Feuerbach und seiner psychologischen Zwangstheorie lernen kann. Dem Autor zufolge hat Feuerbach durch seinen Versuch, das Gesetzlichkeitsprinzip als Mittel zur wirksamen Abschreckung zu begründen, einen Kategorienfehler begangen, weil er eine Schranke der Staatsmacht auf eine Zweckmäßigkeitsüberlegung zurückführt. Nach der Klärung des Verhältnisses von Feuerbach zu Kant und nach einer Widerlegung der Annahme, wonach Feuerbach vom psychologischen Modell eines berechnenden Täters ausgegangen sei, wendet sich Greco hauptsächlich der heutigen strafrechtstheoretischen Diskussion zu. Vorgezogen wird eine negativ-generalpräventive Theorie weitgehend nach Feuerbach'schem Vorbild, die aber nicht mehr den Anspruch erhebt, Schranken der Staatsmacht zu begründen. Diese, vor allem das Instrumentalisierungsverbot und das Gesetzlichkeitsprinzip, werden auf eine eigenständige Grundlage gestellt.