Prof. Ropohl erforscht, wie angehende Lehrkräfte während ihres Vorbereitungsdienstes professionelle Kompetenzen im naturwissenschaftlichen Unterricht entwickeln — insbesondere im Umgang mit externen Repräsentationen (Diagramme, Modelle, Visualisierungen). Sein Fokus liegt auf der Gestaltung und Wirkung von tutoriellem Feedback, das Lehramtsanwärter dabei unterstützt, theoretisches Wissen aus dem Studium praktisch im Unterricht einzusetzen. Die Erkenntnisse adressieren ein zentrales Problem der Lehrkräfteausbildung: Wie lässt sich die Kluft zwischen Theorie und Praxis überbrücken, damit angehende Lehrkräfte von Anfang an qualitativ hochwertigen Unterricht gestalten können. Die Forschung ist relevant für Schulen, Universitäten und Institutionen der Lehrkräftefortbildung, die ihre Ausbildungsprogramme evidenzbasiert verbessern möchten.
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Prof. Dr. Mathias Ropohl
HU-FIS-Profil ↗Wissen und Einstellungen von Lehrkräften sind wesentlicher Teil professioneller Kompetenz von Lehrkräften und bestimmen in entscheidender Weise die Gestaltung und damit den Erfolg von Unterricht. Der Vorbereitungsdienst gilt dabei als für angehende Lehrkräfte entscheidende Phase ihrer Ausbildung, in der sie Unterstützung bei der Anwendung von zuvor im Studium gelerntem theoretischem Wissen auf unterrichtspraktische Situationen benötigen. Insbesondere der Einsatz multipler externer Repräsentationen in Lehr-Lern-Materialien zur Darstellung von biologischen und chemischen Phänomenen und Prozessen auf unterschiedlichen Darstellungsebenen stellt aus fachlicher und fachdidaktischer Perspektive hohe Anforderungen an Lehramtsanwärterinnen und -anwärter. Bislang ist jedoch unzureichend erforscht, wie Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern in Bezug auf den Einsatz externer Repräsentationen in Lehr-Lern-Materialien fachlich und fachdidaktisch unterstützt werden können. In dem beantragten Forschungsprojekt werden in einer experimentellen Studie die Wirkungen unterschiedlicher Bedingungen von Feedback auf die professionelle Kompetenz von Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern untersucht. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen dabei das fachliche und fachdidaktische Wissen sowie die Überzeugungen zum Lernen mit multiplen externen Repräsentationen im Biologie und Chemieunterricht. Als Probanden sind Lehramtsanwärterinnen und -anwärter der Fächer Biologie und Chemie avisiert. Es wird erwartet, dass sich insbesondere informatives tutorielles Feedback, welches auf einer Kombination aus internem (Selbstbewertung) und externem (Fremdbewertung) Feedback beruht, positiv auf die professionelle Kompetenz zum Einsatz externer Repräsentationen auswirken.
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