Prof. Thiessen erforscht die deutsche Rechtsgeschichte mit Schwerpunkt auf Kontinuitäten und Brüche in Rechtsinstitutionen und Justizverwaltung — insbesondere die Aufarbeitung der NS-Justiz nach 1945, die Transformation von DDR-Recht nach der Wiedervereinigung und die historische Entwicklung von Wirtschaftsrecht (Aktienrecht, Konzernrecht). Sein aktuelles Forschungsinteresse gilt der Rolle von Justiz- und Behördenakten bei der Aufarbeitung von Diktaturvergangenheit sowie der Vermittlung dieser Themen in der juristischen Ausbildung. Für Behörden und Archive ist seine Arbeit relevant, um Fragen der Geheimhaltung, Provenienz und Nutzung historischer Akten zu klären; für Justizinstitutionen bietet sie Orientierung bei der Reflexion eigener historischer Verstrickungen und der Gestaltung von Gedächtniskultur.
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Prof. Dr. Jan Thiessen
HU-FIS-Profil ↗Die Berliner Justizverwaltung nach 1945 – sachliche und personelle Kontinuitäten zur NS-Justiz
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Förderer: Andere Senatsverwaltungen Zeitraum: 01/2019 - 12/2023 Projektleitung: Prof. Dr. Jan Thiessen
Vandenhoeck & Ruprecht eBooks · DOI
Oxford University Press eBooks · DOI
Abstract This chapter considers the legal background to and consequences of the German hyperinflation between 1914 and 1948. It discusses how legislators, courts, and lawyers responded to a 'lack of good money' that has been produced by German government. The chapter outlines the political, economic, and monetary framework between 1914 and 1925, highlighting its most important legal aspects. It analyses the war economy and the inflation-related case law of the Reichsgericht. Finally, it summarizes the developments during the period, beginning with the revaluation laws of 1924–5 through to the monetary reform of 1948.