Dr. Maria Teresa Guasti erforscht den Spracherwerb von Kindern weltweit, um zu verstehen, wie Gedankenstrukturen durch Sprache in kommunizierbare Form komprimiert werden. Im Projekt „Leibniz's Dream" führt sie koordinierte Studien in verschiedenen Sprachgemeinschaften durch, um grundlegende Parallelen zwischen Denken und Sprache zu identifizieren. Für Unternehmen und öffentliche Institutionen relevant sind daraus ableitbare Erkenntnisse für Sprachförderung, Diagnostik von Sprachentwicklungsstörungen und mehrsprachige Bildungskonzepte. Die Forschung liefert empirische Grundlagen für evidenzbasierte Interventionen in Kindergarten, Schule und Sprachtherapie.
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Dr. Maria Teresa Guasti
HU-FIS-Profil ↗Überall auf der Welt erwerben Kinder Sprache und damit die Fähigkeit, komplexe Gedanken zu kommunizieren. In zwölf gezielten weltweiten Studien zum Spracherwerb soll nun ergründet werden, ob Gedankenstrukturen durch Sprache in knappe Laute oder Zeichen komprimiert werden. Mehrere Theorien gehen davon aus, dass zwischen Gedanken und Sprache bzw. bedeutungserhaltenden Transformationen eine Parallele besteht. Das EU-finanzierte Projekt LeibnizDream postuliert hingegen, dass die Zuordnung von Gedanken zur Sprache nur durch die Umsetzung bestimmter Teile der konzeptionellen Repräsentation erfolgt. Zur Durchführung der Studien hat das Projekt Partner für mehr als 50 Sprachen aus 21 unterschiedlichen Sprachfamilien, zwei Gebärdensprachen und zwei Kreolsprachen rekrutiert.
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