Dr. Sabina Brevaglieri erforscht die Verflechtung von materiellen Objekten, religiöser Bedeutung und Agency in historischen Kontexten — schwerpunktmäßig in Italien, auf der Iberischen Halbinsel und im Heiligen Land. Sie untersucht, wie religiöse Objekte als aktive Akteure in historischen Prozessen wirken und welche Rolle ihre physische Materialität dabei spielt. Ihr Ansatz verbindet Perspektiven aus Geschichtswissenschaft, Anthropologie, Museologie und Kulturerbforschung und adressiert damit zentrale Fragen für Museen, Gedächtnisinstitutionen und Kulturerbe-Management: Wie lassen sich religiöse Objekte in ihrer historischen Komplexität bewahren, ausstellen und vermitteln? Die Forschung ist relevant für Museen, Archive, Denkmalschutz und Institutionen des kulturellen Erbes, die mit religiösen Sammlungen und ihrer Interpretation arbeiten.
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Dr. Sabina Brevaglieri
HU-FIS-Profil ↗In den letzten zehn Jahren ist das Verhältnis von Materialität, Religion und religiöser Agency zu einem zentralen Anliegen von Historikerinnen, Anthropologinnen, Museum-Studies-Forschenden sowie Expert*innen im Bereich des kulturellen Erbes geworden. Trotz der erheblichen Fragmentierung und epistemischen Trennlinien zwischen diesen Disziplinen, Konzepten und Forschungstraditionen werden materielle Dinge zunehmend als integraler Bestandteil der sozialen, politischen und spirituellen Dimensionen von Religion verstanden – sowohl in der Vergangenheit als auch in der postsäkularen Gegenwart. Dieses Workshopprojekt zielt darauf ab, die Beziehungen zwischen religiösen und materiellen Agency-Formen aus einer innovativen interdisziplinären Perspektive zu untersuchen, indem die unterschiedlichen epistemischen Polaritäten, die ihre vielfältigen Verflechtungen strukturieren, im Rahmen des Paradigmas der „Dissonanz“ verortet werden. Das Projekt verfolgt somit das Ziel, das Konzept dissonanter Objekte auf analytischer Ebene neu zu definieren, indem es die Beziehungen, Spannungen und Interdependenzen zwischen Museen und Archiven; Objekten und Schriftzeugnissen; Präsenz und Absenz; Materialität und Immaterialität; sowie Gegenwart und Vergangenheit freilegt und empirisch kartiert.Vor diesem anspruchsvollen konzeptuellen Hintergrund bilden einzelne Objekte, materielle Ensembles und dissonante Sammlungen aus Italien, Spanien und dem Heiligen Land – zusammen mit ihren vielfältigen intermedialen Übersetzungen und den damit verbundenen Räumlichkeiten – ein zentrales Untersuchungsfeld dieses Workshopprojekts.Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: mapdisob.hypotheses.org. ItalyMediterraneanMuseum AnthropologieMissionarslinguistikIberian PeninsulaMaterial CultureMissionsgeschichteModern and Contemporary HistoryHeritage and Museum Studiescultural history
The American Historical Review · DOI