Prof. Schipper erforscht die Kulturgeschichte des antiken Mittelmeerraums und des Nahen Ostens, insbesondere die Verbindungen zwischen Ägypten, dem Levante-Raum und dem frühen Judentum in der Antike. Sein aktueller Schwerpunkt liegt auf der Analyse von aramäischen Papyri aus Elephantine (perserzeitliches Ägypten) und ägyptischen demotischen Texten, um die sozialen, ökonomischen und religiösen Strukturen jüdischer Gemeinschaften sowie die literarische Genese biblischer Texte zu verstehen. Durch archäologische Ausgrabungen (Tell Keisan, Israel) und Textinterpretation untersucht er interregionale Handels- und Kulturkontakte im östlichen Mittelmeerraum des 1. Jahrtausends v. Chr. Seine Forschung verbindet Philologie, Archäologie und Religionsgeschichte und trägt zu einem differenzierten Verständnis antiker Gesellschaften und der Entstehung religiöser Traditionen bei.
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Prof. Dr. Dr. Bernd U. Schipper
HU-FIS-Profil ↗DFG-Sachbeihilfe: Die Judäer/Aramäer auf Elephantine: Ihr sozialer und ökonomischer Status im Lichte neuer Texte aus dem perserzeitlichen Ägypten und Babylonien
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Globalisierung im östlichen Mittelmeerraum. Der Tell Keisan zwischen Israel, Phönizien und Ägypten
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DFG-Sachbeihilfe: Elephantine im Kontext
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Globalisierung im östlichen Mittelmeerraum. Der Tell Keisan zwischen Israel, Phönizien und Ägypten
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Förderer: DFG Sachbeihilfe Zeitraum: 09/2010 - 05/2014 Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Bernd U. Schipper
Zeitraum: 09/2013 - 03/2016 Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Bernd U. Schipper
Förderer: Fritz Thyssen Stiftung Zeitraum: 07/2014 - 09/2014 Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Bernd U. Schipper
Tel Aviv · DOI
AbstractBased on an evaluation of archaeological, epigraphic and egyptian material the article argues that in the final decades of the 7th century BCE (ca. 630) the egyptian pharaoh Psammetichus I filled the power vacuum created in the southern levant by the departure of the Assyrians. Presumably, after the march to the Tigris in 616, he established with the help of his Greek mercenaries an egyptian-controlled system of vassal-states with a fortress at Mezad Hashavyahu; a network of royal messengers; and the procedures for collecting taxes. In the last years of the reign of Psammetichus I, the Kingdom of Judah under Josiah became part of this egyptian 'successor state'. Judah had to pay taxes and Judahites served the egyptian-Greek authority, which was probably a form of corvée. The egyptian interlude ends with the defeat of Necho II in the Battle of Carchemish in 605 BCE, though the Greek mercenaries remained in the land, probably now in Judahite service under King Jehoiakim.Keywords: JUDAHJOSIAHJEHOIAKIMPSAMMETICHUS INECHO IITWENTY-SIXTH DYNASTYSUCCESSOR STATEGREEK MERCENARIES
Vandenhoeck & Ruprecht eBooks · DOI
English summary: It is a commonplace that the history of ancient Israel (that is, Israel and Judah) cannot be written and understood on the basis of the Old Testament alone. It is therefore necessary to make sources accessible that provide a kind of external perspective by which the statements of the Old Testament can be assigned to the world to which they relate or seem to relate. Due to scholarly research into the ancient Near East and its languages during the past two and a half centuries two groups of materials have emerged: Ancient Near Eastern texts and findings from archaeological work. The book offers a selection from the former group focusing on such written documents that relate directly or indirectly to conditions and events associated with Canaan/Palestine, Israel and Judah. All 338 texts have been translated from the original languages (Egyptian, Akkadian, Ancient North Arabic, Aramaic, Hebrew, Hittite, Moabite, Phoenician). Understanding the texts is facilitated by historical introductions, detailed comments on individual texts and references to relevant sections from the Old Testament. For further reading detailed bibliographies are provided. The book can also be used independently as an anthology of texts on the history of Southern Syria and Palestine in the 2nd and 1st millennia BC. German description: Die Geschichte des antiken Israels (d.h. historisch, Israel und Juda) kann auf Grund des Alten Testaments allein nicht geschrieben und nicht verstanden werden. Deshalb ist es notwendig, Quellen zu erschliessen, die eine Art Aussenperspektive ermoglichen, mittels derer die Aussagen des Alten Testaments der Welt zugeordnet werden konnen, auf die sie sich beziehen oder zu beziehen scheinen. Dank der wissenschaftlichen Erschliessung des alten Orients und seiner Sprachen seit den letzten zweieinhalb Jahrhunderten stehen dafur im Wesentlichen zwei Materialgruppen zur Verfugung: altorientalische Texte und Ergebnisse archaologischer Arbeit. Das Werk bietet eine Auswahl aus der Materialgruppe Texte und konzentriert sich dabei auf solche Schriftdokumente, die direkt oder indirekt auf Verhaltnisse und Ereignisse im Zusammenhang mit Kanaan/Palastina, Israel und Juda widerspiegeln. Samtliche 338 Texte wurden aus den Originalsprachen ubersetzt. Ihr Verstandnis wird durch historische Einfuhrungen, detaillierte Kommentare zu den Einzeltexten und Hinweise auf einschlagige Abschnitte des Alten Testaments erleichtert. Fur die Weiterarbeit stehen ausfuhrliche Literaturangaben zur Verfugung. So ermoglicht das Buch ein umfassendes Verstandnis der im Alten Testament reflektierten Geschichte. Daneben kann das Werk auch einfach als Anthologie einschlagiger Texte zur Geschichte Sudsyriens und Palastinas im 2. und 1. Jahrtausend v.Chr. benutzt werden. Mit Beitragen von Joachim Friedrich Quack, Bernd U. Schipper und Stefan Jakob Wimmer. German description: Die Geschichte des antiken Israels (d.h. historisch, Israel und Juda) kann auf Grund des Alten Testaments allein nicht geschrieben und nicht verstanden werden. Deshalb ist es notwendig, Quellen zu erschliessen, die eine Art Aussenperspektive ermoglichen, mittels derer die Aussagen des Alten Testaments der Welt zugeordnet werden konnen, auf die sie sich beziehen oder zu beziehen scheinen. Dank der wissenschaftlichen Erschliessung des alten Orients und seiner Sprachen seit den letzten zweieinhalb Jahrhunderten stehen dafur im Wesentlichen zwei Materialgruppen zur Verfugung: altorientalische Texte und Ergebnisse archaologischer Arbeit. Das Werk bietet eine Auswahl aus der Materialgruppe Texte und konzentriert sich dabei auf solche Schriftdokumente, die direkt oder indirekt auf Verhaltnisse und Ereignisse im Zusammenhang mit Kanaan/Palastina, Israel und Juda widerspiegeln. Samtliche 338 Texte wurden aus den Originalsprachen ubersetzt. Ihr Verstandnis wird durch historische Einfuhrungen, detaillierte Kommentare zu den Einzeltexten und Hinweise auf einschlagige Abschnitte des Alten Testaments erleichtert. Fur die Weiterarbeit stehen ausfuhrliche Literaturangaben zur Verfugung. So ermoglicht das Buch ein umfassendes Verstandnis der im Alten Testament reflektierten Geschichte. Daneben kann das Werk auch einfach als Anthologie einschlagiger Texte zur Geschichte Sudsyriens und Palastinas im 2. und 1. Jahrtausend v.Chr. benutzt werden. Mit Beitragen von Joachim Friedrich Quack, Bernd U. Schipper und Stefan Jakob Wimmer.
This chapter draws attention to the foreign policy of the first kings of the 26 th Dynasty and argues that Psammetichus I and his successor Necho II practiced a form of imperialism by establishing a system of vassal states in the Southern Levant for the first time since the New Kingdom. In the second stage of this imperial expansion, this system included the Kingdom of Judah, under the rule of King Josiah. From the Egyptian point of view, this kingdom was only a small and marginal entity in the Southern Levantine region and of little interest. The archaeological evidence includes a wide range of material that points to strong Egyptian influence in the last third of the 7 th century. These include objects relating to the Pharaohs, like scarabs with the royal cartouche, miscellaneous Egyptian objects from various sites (Ashkelon, Ekron), Greek pottery, and evidence from the fortress of Mezad Hashavyahu. Keywords: 26 th Dynasty; archaeological evidence; Egyptian imperialism; Kingdom of Judah; Mezad Hashavyahu; Necho II; New Kingdom; Psammetichus I; Southern Levant