Dr. Andrea Beyer entwickelt Infrastrukturen, um Forschende in den Geisteswissenschaften mit modernen Computermethoden zu befähigen. Im Daidalos-Projekt stellt sie Natural Language Processing-Verfahren (wie automatische Wortartenerkennung, Entitätsidentifikation und Themenmodellierung) für die Analyse antiker Texte bereit — ohne dass Philologen selbst Programmierer sein müssen. Im Projekt AI-SKILLS gestaltet sie ein hochschulweites Zertifikatsprogramm, das Studierenden aller Fachrichtungen ermöglicht, KI-Methoden in ihrer eigenen Disziplin anzuwenden. Ihr Fokus liegt auf dem Wissenstransfer: Sie baut Brücken zwischen Informatik und traditionellen akademischen Feldern, um Forschung und Lehre durch digitale Werkzeuge zu modernisieren.
🔒 Das System hat 500 mögliche Industrie-Partner gefunden — Firmen, Scores und Begründungen sind nur für eingeloggte Nutzer:innen sichtbar. Anmelden
Dr. Andrea Beyer
HU-FIS-Profil ↗Das Projekt AI-SKILLS zielt auf die Entwicklung und Implementierung eines curricular integrierten Zertifikatsprogramms “Künstliche Intelligenz” an der Humboldt-Universität zu Berlin, das Studierenden aller Disziplinen die domänenspezifische Auseinandersetzung mit KI-Methoden und KI-Technologien ermöglicht. Die KI-bezogenen Lehrangebote sowie die notwendige IT-Infrastruktur werden so in die Hochschulbildung eingebunden, dass Lehrende und Studierende den Nutzen von KI in ihrem Fachgebiet über einen ausdrücklich forschungsorientierten Zugang erleben. Das Zertifikatsprogramm legt den Schwerpunkt auf Methoden des Maschinellen Lernens und der symbolischen KI, um die Bedarfe aus allen Fachrichtungen zu adressieren. Die Qualifizierung der zukünftigen Fachkräfte schließt hierbei auch die Auseinandersetzung mit den ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen ein. Um generisch relevante KI-Methoden bzw. Technologien mit fachspezifischen Anwendungsszenarien zu verzahnen, setzt AI-SKILLS auf ein didaktisches Konzept, das mit Hilfe von JupyterHub (als Lernumgebung) und Computational Essays (als Prüfungsformat) eine tiefe Verankerung von KI-bezogenen Studienangeboten in der Breite der Hochschulbildung fördert. Durch den Aufbau aktiver Communities of Practice und die systematische Einbindung zentraler Hochschuleinrichtungen werden Austausch, Verbreitung und Nachnutzung der entstehenden KI-basierten Lehr-Lern-Materialien nach Prinzipien des Open Science vorangetrieben. Mit einer engen Verzahnung aus kompetenzorientierter Didaktik und Methoden der KI-Forschung, einer ständigen Weiterentwicklung der ITInfrastruktur, die sich agil an den Bedarfen der Studierenden und Lehrenden orientiert, sowie einer kontinuierlichen Evaluation der einzelnen Maßnahmen sichert das Projekt zugleich die nachhaltige Implementierung und Wirksamkeit des Vorhabens.
Value in Health · DOI
Drug Discovery Today Technologies · DOI
Value in Health · DOI
Das Daidalos-Projekt zielt auf die Entwicklung einer Infrastruktur, mit deren Hilfe lateinische und griechische Texte von den Forschenden selbst mit Methoden des Natural Language Processing, z. B. Part-of-Speech-Tagging, Named Entity Recognition, Sentimentanalyse, Topic Modelling, analysiert werden können. Dazu werden diese Methoden so den Forschenden zur Verfügung gestellt, dass sie diese auf einem individuell zusammengestellten Forschungskorpus anwenden können. Damit fokussiert das Daidalos-Projekt auf die Bereitstellung einer leicht zugänglichen Plattform vielfältiger digitaler Forschungsmethoden, die sowohl sprachgeschichtliche, z. B. die Kontextualisierung eines Wortes über Zeit, als auch literaturwissenschaftliche Forschungsvorhaben, z. B. die Analyse autorspezifischer Diskursstrukturen, unterstützt. Um eine möglichst große Bandbreite digitaler Forschungsmethoden unterstützen zu können, werden sprachspezifische Lösungen nachgenutzt und vorhandene Lösungen aus den modernen Sprachen adaptiert.In Workshops und durch die Aufbereitung von methodenspezifischen Lernbausteinen werden Forschende, Lehrende und Studierende der Klassischen Philologie in die Arbeit mit NLP im Allgemeinen und mit der zu entwickelnden Software im Speziellen eingeführt, um auf der Basis der datenbasierten Analysen neue Perspektiven auf innovative oder bereits existierende Forschungsfragen der Klassischen Philologie zu ermöglichen. Durch die Integration dieser Zielgruppe unterstützen v. a. die geplanten Workshops neben dem fachlichen Kompetenzausbau (Digital Literacy) die überregionale Dissemination und nachhaltige Akzeptanz der Infrastruktur.