Die Forschungsprojekte konzentrieren sich auf empirische Bildungsforschung mit Schwerpunkt auf Lernentwicklung, Mehrsprachigkeit und soziale Inklusion. Es werden umfangreiche Längsschnittstudien durchgeführt, um den Einfluss von Basiskompetenzen auf berufliche und soziale Teilhabe zu analysieren. Ein zentrales Thema ist die Untersuchung von Sprachbeherrschung, insbesondere im Kontext von Deutsch als Zweitsprache und Alphabetisierung. Die Projekte beinhalten zudem intensive Datenanalyse und Forschungsdatenmanagement, um wissenschaftliche Use-Files zu erstellen. Soziale Ungleichheit und Schulentwicklung werden dabei als strukturelle Faktoren berücksichtigt.
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Prof. Dr. Dr. h.c. Rainer Lehmann
Die internationale Schulleistungsstudie PISA ist ein Projekt der OECD. Ziel des Programms ist es, in den beteiligten Ländern die Fähigkeiten und Fertigkeiten von 15-jährigen Jugendlichen zu messen. Dabei interessiert vor allem, wie gut sie darauf vorbereitet sind, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Untersucht werden die Bereiche Lesekompetenz, Mathematik, Naturwissenschaften und fächerunabhängiges Problemlösen. Daneben sollen Bildungsindikatoren erfasst werden. In Deutschland wird es nationale Zusatzerhebungen geben. Der Anteil der Forschungsgruppe der HU Berlin bezieht sich in Zusammenarbeit mit dem Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) Dortmund auf die nationale Zusatzerhebung, in der Indikatoren auf Schulebene mittels eines Lehrerfragebogens untersucht werden sollen.
Vor dem Hintergrund von Sprachproduktionsmodellen soll in dieser nationalangelegten, aber international zu erweiternden Schulleistungsstudie derLeistungsstand deutscher Schüler und Schülerinnen im mündlichen undschriftlichen Gebrauch des Deutschen und Englischen untersucht werden. Mitneuesten empirischen Methoden sollen gleichzeitig die Bedingungsfaktorenfür die erbrachten Leistungsstände auf systemischer, schulischer,klassenspezifischer und individueller Ebene bestimmt werden. Der Anteil derForschungsgruppe der HU Berlin bezieht sich primär auf die Methodologie derBewertung schriftlicher Leistungen sowie die Interpretation vonLeistungsunterschieden in der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit.
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Anhand einer Stichprobe von ca. 4000 Schülerinnen und Schülern wird die Leistungs- und Einstellungsentwicklung durch Datenerhebungen jeweils am Ende der Klassenstufen 4, 5 und 6 untersucht.