Stefan Wellgraf forscht mit ethnographischen und qualitativen Methoden zu sozialen Ungleichheiten, insbesondere im Bildungssystem und im Kontext von Migration. Seine Arbeiten analysieren Ausgrenzungsmechanismen an Schulen, die Rolle von Emotionen in der sozialen Abwertung und die Dynamiken rechter Subkulturen. Er verbindet empirische Schulforschung mit kulturwissenschaftlichen und zeitgeschichtlichen Perspektiven, um Prozesse der Inklusion, Intersektionalität und sozialen Transformation zu verstehen.
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PD Dr. Stefan Wellgraf
HU-FIS-Profil ↗Förderer: DFG Heisenberg Programm Zeitraum: 04/2021 - 03/2024 Projektleitung: PD Dr. Stefan Wellgraf
Förderer: DFG Heisenberg Programm Zeitraum: 04/2024 - 02/2027 Projektleitung: PD Dr. Stefan Wellgraf
Förderer: DFG Heisenberg Programm Zeitraum: 04/2021 - 02/2027 Projektleitung: PD Dr. Stefan Wellgraf
Kultur und soziale Praxis · DOI
Stigmatisierende Medienberichte, Demütigungen durch Pädagogen und abfällige Bemerkungen von Freunden oder Verwandten - all das sind Beispiele für Praktiken sozialer Abwertung, mit denen Hauptschüler tagtäglich konfrontiert werden. Wie kommen sie zustande? Wie werden sie erlebt und verarbeitet? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Ethnografie von Stefan Wellgraf, die Hauptschüler in ihrem letzten Schuljahr und beim Versuch, sich eine berufliche Zukunft zu erarbeiten, begleitet. Mit Blick auf die Erfahrungen und Perspektiven der Schüler_innen in Schule und Freizeit entsteht ein materialreicher Beitrag zur Debatte um gesellschaftliche Ungleichheit - und zugleich eine pointierte und beunruhigende Gesellschaftskritik.
transcript Verlag eBooks · DOI
Die Hauptschule als Stigma: Die Studie geht der Frage auf den Grund, wie die alltäglichen Demütigungen und Verletzungen gegenüber Hauptschülern produziert und erlebt werden. Eine pointierte und zugleich beunruhigende Gesellschaftskritik.
Kultur und soziale Praxis · DOI
Ausgrenzung wird von den Betroffenen selten abstrakt in Bezug auf Strukturen sozialer Ungleichheit wahrgenommen, sondern vor allem emotional erlebt: Hauptschüler sind wütend auf ihre Lehrer und gelangweilt von ihrem Schulalltag, sie schämen sich für ihre Schulnoten und haben Angst vor Arbeitslosigkeit. Stefan Wellgrafs vielschichtige Ethnografie einer Schule in Berlin-Neukölln stellt die emotionale Erfahrung der Schüler in den Mittelpunkt und schlägt eine politische Lesart von Gefühlen vor.