Petra Anders forscht und lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin mit den Schwerpunkten Filmdidaktik, Digitalisierung im Deutschunterricht und Inklusion. Ihre Arbeit verbindet kulturwissenschaftliche Analysen mit empirischer Schulforschung, um digitale Kompetenzen und barrierefreie Zugänge in der Bildung zu fördern. Aktuell engagiert sie sich in Projekten zur KI-Kompetenz von Lehrkräften und zur digitalen Souveränität in künstlerischen Fächern. Zudem setzt sie sich für die Repräsentation von Behinderung und Queerness in medialen Narrativen ein und entwickelt innovative Lehrformate, die Interdisziplinarität und Partizipation stärken.
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Prof. Dr. Petra Anders
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Der Computer und die mit ihm verbundene Digitalisierung gelten als die medienhistorische und -theoretische Zäsur des 20. Jahrhunderts. Mit der Allgegenwart des Computers sind Erwartungen an fundamentale kulturelle Umbrüche verbunden, die es notwendig erscheinen lassen, informations- und computertechnisches Grundwissen in der Schule zu vermitteln. Eine Steigerung der Effizienz und Effektivität von Lehr-Lern-Prozessen scheint jedoch das Hauptargument für den Technikeinsatz früher und heute zu sein. Im historischen Vergleich von Deutschland und den USA zeigt der Beitrag am Beispiel des Schulfilms, des Schulradios, des Schulfernsehens und der Lehrmaschinen, warum Digitalisierung unter diesem Vorzeichen an die Schule wenig anschlussfähig ist.