Prof. Caruso erforscht die Geschichte von Bildung und Schule in transnationaler und postkolonialer Perspektive, mit aktuellem Fokus auf die Zirkulation pädagogischen Wissens zwischen Europa, Kolonialindien und Lateinamerika im 19. und 20. Jahrhundert. Seine Arbeiten untersuchen, wie Bildungssysteme, Lehrpläne und pädagogische Konzepte entstanden, sich ausbreiteten und dabei Ungleichheiten reproduzierten oder veränderten — etwa durch die Analyse von Schulfilmen im Kalten Krieg, die Rolle von Objekten und Materialität im Klassenzimmer oder die politische Instrumentalisierung von Bildungsmythen. Für Bildungspolitik, Schulentwicklung und internationale Organisationen (UNESCO, OECD) liefert er historisch fundierte Erkenntnisse darüber, wie Bildungsreformen entstehen, welche unsichtbaren Machtstrukturen sie prägen, und wie Wissen über Pädagogik selbst ein Produkt von Macht- und Kolonialverhältnissen ist. Seine Methoden verbinden Archivforschung, Diskursanalyse und vergleichende Lehrplanforschung, um zu zeigen, dass vermeintlich universelle Bildungsideale (wie ‚Bildung für alle') historisch kontingent und räumlich ungleich verteilt sind.
🔒 Das System hat 663 mögliche Industrie-Partner gefunden — Firmen, Scores und Begründungen sind nur für eingeloggte Nutzer:innen sichtbar. Anmelden
Prof. Dr. Marcelo Caruso
HU-FIS-Profil ↗IGRK 2445: Temporalitäten von Zukunft in Lateinamerika: Dynamiken der Aspiration und Antizipation
other
IGRK 2445: Temporalitäten von Zukunft in Lateinamerika: Dynamiken der Aspiration und Antizipation
other
Verbundprojekt: Bildungs-Mythen – eine Diktatur und ihr Nachleben. Bilder(welten) über Praktiken und Wirkungen in Bildung, Erziehung und Schule der DDR Hier: Teilprojekt Kindheitserinnerungen – Narrative im Erinnerungsdialog von Grundschüler*innen mit alten Menschen aus der DDR (Prof. Dr. Detlef Pech/Humboldt-Universität)
other
EXC 2055 /1: Die Zukunft der Bildung verhandeln: Die Futures of Education-Initiative der UNESCO und die Future of Education and Skills 2030-Initiative der OECD
university
SFB 1750/1: Arbeiten am (un)gerechten Lehrplan. Eine historisch-vergleichende Lehrplananalyse für die Deutsche Demokratische Republik (DDR) und die Bundesrepublik Deutschland (BRD) (1945–1990) (TP A01)
university
Förderer: DFG Sachbeihilfe Zeitraum: 08/2012 - 10/2017 Projektleitung: Prof. Dr. Marcelo Caruso
Förderer: DAAD Zeitraum: 09/2012 - 08/2013 Projektleitung: Prof. Dr. Marcelo Caruso
Zeitraum: 04/2013 - 03/2015 Projektleitung: Prof. Dr. Marcelo Caruso
History of Education · DOI
Recent developments derived from the increasing economic, cultural and communication interpenetration normally referred to as ‘globalisation’ have shifted the attention of the social sciences to objects of study that have often been overlooked by historiographical traditions centred on the national states. A look at major theoretical currents of historical and comparative work like the theories of ‘world systems’, ‘world society’ and ‘world polity’ could be helpful for reassessing historical work beyond narrow national perspectives. These three grand narratives of modern globalisation will be briefly outlined, their main theoretical and methodological insights described, and their particular rapports with historical work assessed. Finally, the new ‘global history’ will be presented as being different from the traditional ‘world history’ regarding their rapports with postmodern trends stressing the importance of the history of ‘fragments’.
Paedagogica Historica · DOI
Pedocs (German Institute for International Educational Research) · DOI
Rezension zu: Susanne Weber/Susanne Maurer (Hrsg.): Gouvernementalität und Erziehungswissenschaft. Wissen – Macht – Transformation. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2006. 326 S., EUR 32,90