Die Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Klaus-B. Günther konzentrieren sich auf die empirische Untersuchung von Sprachförderung und bilingualer Bildung, insbesondere für Migrantenkinder und gehörlose Schüler. Ein zentrales Thema ist die Wirksamkeit linguistisch fundierter Programme wie Kon-Lab sowie die Entwicklung von Wörterbüchern für die Deutsche Gebärdensprache. Die Forschung nutzt qualitative und empirische Methoden, die eng in den Unterricht integriert sind, um inklusive Bildungsansätze und soziale Teilhabe zu fördern.
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Prof. Dr. Klaus-B. Günther
<p>Untersuchungskonzept der Begleitforschung zum Bilingualen Unterricht in der Sekundarstufe I an der Berliner Ernst-Adolf-Eschke-Schule, Sonderpädagogisches Förderzentrum für Gehörlose</p> <p>Das schon in der Primarstufe verwandte Grundkonzept der Begleitforschung ist unterrichtsnah konzipiert, d. h. wir verzichten so weit wie möglich auf den Einsatz klassischer Testsituationen zugunsten von Verfahren, die in den normalen Unterricht eingepasst werden, was zugleich den Einsatz von nichtschulischen Mitarbeitern bei den Untersuchungen minimiert. Bereits im Hamburger Schulversuch entwickelte und erfolgreich erprobte Beispiele sind etwa der Einsatz von Comic- und anderen Kurzfilmen als Schreib- und Gebärdenanlass, Leseaufgaben aus PISA 2000 oder die biliteral-bilinguale Umsetzung von Goethes Ballade Der Zauberlehrling in Gebärdenpoesie.</p> <p>Zusätzlich werden auch die Realschule für Hörgeschädigte München und eine Wiener Integrationsklasse mit 6 gehörlosen Schüler/innen in die Begleitforschung einbezogen.</p> <p>Schwerpunkte der Begleitforschung sind in Anlehnung an abgeschlossene Arbeiten zum Hamburger und Berliner Bilingualen Schulversuch: Allgemeine Dokumentation der bilingualen Arbeit in der Sekundarstufe I, Untersuchungen zu Stand und Entwicklung von Deutsch: Schriftsprache, Deutsch: Lautsprache inkl. der Hör- und Sprechfähigkeit und Deutsche Gebärdensprache, Dokumentation zum kontrastiven Sprachsprachunterricht und zum bilingualen Fremdsprachenunterricht sowie Sprachlerngruppenbezogene Eingangsdiagnostik (speziell für München).</p>
Die Wirksamkeit einer frühen Sprachförderung von Migrantenkindern durch ein linguistisch fundiertes Programm auf der Basis von Kon-Lab wird durch ein differenziertes begleitendes Testinstrumentarium über mehrere Jahre überprüft.
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