Forschende
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Prof. Middendorf erforscht die Geschichte von Finanzmärkten im 20. Jahrhundert, insbesondere wie juristische und soziale Konstrukte (sogenannte Persona ficta) die Entwicklung von Eigentumskonzepten und Anlagepraktiken geprägt haben.
Claudia Prinz leitet gemeinsam mit Prof. Dr. Torsten Hiltmann das DFG-Konsortium NFDI4Memory (2023–2028), das eine nationale Forschungsdateninfrastruktur für historisch arbeitende Geisteswissenschaften aufbaut.
Dr. Thomas Poiss forscht zur Kulturgeschichte der Antike, insbesondere zu August Boeckh als Gelehrter und Wissenschaftsorganisator.
Barbara Wurm erforscht die Kulturgeschichte und Ästhetik von Film und visuellen Medien, mit aktuellem Fokus auf osteuropäisches und sowjetisches Kino sowie auf die Rolle von Filmkunst in politischen und sozialen Kontexten.
Prof. Rösli erforscht die Literatur- und Kulturgeschichte des Mittelalters, insbesondere altnordischer Texte und Handschriften.
PD Dr. Mischa Honeck erforscht die Kulturgeschichte der Verjüngung in der transatlantischen Welt vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts – wie Vorstellungen und Techniken der Verjüngung sich verbreiteten, angeeignet wurden und welche gesellschaftliche Bedeutung sie erlangten.
Prof. Nagornaia erforscht die Geschichte von Geschlechterordnungen, Subjektivitäten und transnationalen Verflechtungen im Spätsozialismus und Ostblock, mit aktuellem Fokus auf Frauenagency in Transiträumen.
Jenny Haase-Knöpfle erforscht Praktiken und kulturelle Codierungen des weiblichen Rückzugs in Zeiten gesellschaftlicher Umbruch — also wie Frauen sich in Phasen politischer, religiöser oder künstlerischer Turbulenzen bewusst zurückgezogen, isoliert oder in „innere Emigration" begeben haben.
Dr. Natasa Jagdhuhn erforscht die Geschichte und Gegenwart von Museen in Jugoslawien und den post-jugoslawischen Staaten, insbesondere unter dem Blickwinkel der Dekolonialisierung und der Blockfreien Bewegung.
Dr. Marie Jaros erforscht die Sozialgeschichte des Walfangs in Nordwesteuropa zwischen 1300 und 1600.
Dr. Dmitrii Bresler erforscht die inoffizielle Kultur der Sowjetunion während der Perestroika-Ära (1986–1991), insbesondere die Untergrundliteratur dieser Zeit.
PD Dr. Thomas Woelki erforscht die politische, kirchliche und rechtliche Geschichte des späten Mittelalters, mit aktuellem Schwerpunkt auf Nikolaus von Kues als historische Figur und Quelle.
Prof. Jacobeit erforscht die Kulturgeschichte der Mode und Textilwirtschaft, insbesondere die historische Entwicklung der Berliner Konfektionsindustrie am Hausvogteiplatz.
Prof. Vargha erforscht die Geschichte der Medizin und Gesundheitspolitik im sozialistischen Osten und deren globale Verflechtungen — ein Gebiet, das in der westlichen Geschichtsschreibung lange übersehen wurde.
Prof. Sandkühler erforscht die Zeitgeschichte der Shoah, insbesondere die Deportation der Jüdinnen und Juden aus Ioannina.
Prof. Guthmüller erforscht derzeit die Religionsgeschichte und Kulturgeschichte Rumäniens in einem großen internationalen Verbundprojekt (2022–2027).
Dr. Benjamin Conrad forscht zu Russlands Staatsfinanzen während der Napoleonischen Kriege (1796–1816) und untersucht dabei, wie Kriegsfinanzierung, Schuldenmanagement und Reformen die staatliche Handlungsfähigkeit einer Großmacht prägten.
Prof. Goel erforscht die Verflechtungen von Migration, Care-Arbeit und Geschlecht aus transdisziplinärer, intersektionaler Perspektive.
Dr. Christian Neumeier erforscht die Entstehungsgeschichte des deutschen Grundgesetzes, insbesondere die Arbeitsweise und Entscheidungsprozesse des Parlamentarischen Rats von 1948/49.
PD Dr. Klausnitzer erforscht die Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere wie Geisteswissenschaftler während des Nationalsozialismus international kommunizierten, reisten und ihre Forschung austauschten — trotz politischer Restriktionen.