Forschende
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Dr. Jan Stuckatz erforscht die Massenbasis des Nationalsozialismus durch die systematische Auswertung von Entnazifizierungsfragebögen aus den amerikanischen und französischen Besatzungszonen (1945–1949).
Prof. Nagornaia erforscht die Geschichte von Geschlechterordnungen, Subjektivitäten und transnationalen Verflechtungen im Spätsozialismus und Ostblock, mit aktuellem Fokus auf Frauenagency in Transiträumen.
Jenny Haase-Knöpfle erforscht Praktiken und kulturelle Codierungen des weiblichen Rückzugs in Zeiten gesellschaftlicher Umbruch — also wie Frauen sich in Phasen politischer, religiöser oder künstlerischer Turbulenzen bewusst zurückgezogen, isoliert oder in „innere Emigration" begeben haben.
Dr. Sarah Dornhof erforscht die Filmgeschichte und Kulturgeschichte Marokkos des 20. Jahrhunderts anhand der Bouanani-Archive – eines umfangreichen Privatnachlasses in Rabat, der die Arbeiten der Filmemacher Ahmed Bouanani und seiner Familie dokumentiert.
Dr. Natasa Jagdhuhn erforscht die Geschichte und Gegenwart von Museen in Jugoslawien und den post-jugoslawischen Staaten, insbesondere unter dem Blickwinkel der Dekolonialisierung und der Blockfreien Bewegung.
Dr. Katja Müller-Helle forscht zur Geschichte und Theorie des technischen Bildes — also wie Bilder durch Technologie entstehen, vermittelt und interpretiert werden.
Dr. Marie Jaros erforscht die Sozialgeschichte des Walfangs in Nordwesteuropa zwischen 1300 und 1600.
Dr. Dmitrii Bresler erforscht die inoffizielle Kultur der Sowjetunion während der Perestroika-Ära (1986–1991), insbesondere die Untergrundliteratur dieser Zeit.
Prof. Zarnekow erforscht die Digitalisierung und virtuelle Zugänglichkeit von archäologischen Objekten und Kulturgütern.
PD Dr. Thomas Woelki erforscht die politische, kirchliche und rechtliche Geschichte des späten Mittelalters, mit aktuellem Schwerpunkt auf Nikolaus von Kues als historische Figur und Quelle.
Prof. Jacobeit erforscht die Kulturgeschichte der Mode und Textilwirtschaft, insbesondere die historische Entwicklung der Berliner Konfektionsindustrie am Hausvogteiplatz.
Dr. Fontanelli erforscht Beethovens späte Streichquartette (1824–25) durch genetische Skizzenforschung zum Berliner Nachlass — eine Methode, die die Entstehungsgeschichte von Werken durch Analyse von Entwürfen und Überarbeitungen rekonstruiert.
Prof. Vargha erforscht die Geschichte der Medizin und Gesundheitspolitik im sozialistischen Osten und deren globale Verflechtungen — ein Gebiet, das in der westlichen Geschichtsschreibung lange übersehen wurde.
Prof. Sandkühler erforscht die Zeitgeschichte der Shoah, insbesondere die Deportation der Jüdinnen und Juden aus Ioannina.
Prof. Guthmüller erforscht derzeit die Religionsgeschichte und Kulturgeschichte Rumäniens in einem großen internationalen Verbundprojekt (2022–2027).
Dr. Prof. Beatrice Trinca erforscht Praktiken und kulturelle Codierungen des weiblichen Rückzugs in Zeiten sozialer, politischer oder künstlerischer Umbruch — etwa Isolation, innere Emigration oder bewusste Abkehr von der Öffentlichkeit.
Dr. Benjamin Conrad forscht zu Russlands Staatsfinanzen während der Napoleonischen Kriege (1796–1816) und untersucht dabei, wie Kriegsfinanzierung, Schuldenmanagement und Reformen die staatliche Handlungsfähigkeit einer Großmacht prägten.
Dr. Winklhöfer erforscht die langfristigen Auswirkungen großer Städte auf ihre aquatischen Ökosysteme während ihrer Entwicklung.
Prof. Dr. Ivana Rentsch erforscht die Musikgeschichte des 17. Jahrhunderts mit Fokus auf die digitale Edition und Aufführungspraxis von Werken der Generalbass-Ära.
Nadja Fiensch erforscht die Geschichte jüdischer Familien im deutsch-polnischen Grenzraum, konkret die Geschichte der Familie Mendes aus Frankfurt an der Oder.
Prof. Goel erforscht die Verflechtungen von Migration, Care-Arbeit und Geschlecht aus transdisziplinärer, intersektionaler Perspektive.
Linn Burchert erforscht die Rolle von Kunst und künstlerischen Interventionen im Kontext internationaler Klimapolitik, insbesondere bei UN-Klimakonferenzen (COPs).
Dr. Christian Neumeier erforscht die Entstehungsgeschichte des deutschen Grundgesetzes, insbesondere die Arbeitsweise und Entscheidungsprozesse des Parlamentarischen Rats von 1948/49.
PD Dr. Klausnitzer erforscht die Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere wie Geisteswissenschaftler während des Nationalsozialismus international kommunizierten, reisten und ihre Forschung austauschten — trotz politischer Restriktionen.