Forschende
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Dr. Philipp Wasserscheidt erforscht Grenzziehungen, Inklusions- und Exklusionsprozesse sowie kulturelle Multiperspektivität im Balkan und Südosteuropa, insbesondere bezüglich religiöser und ethnischer Diskurse um Muslime und Juden.
PD Dr. Waligorska-Huhle erforscht die Nachgeschichte von Raub und Enteignung während des Holocaust, insbesondere das Schicksal geplünderter persönlicher Gegenstände von Jüdinnen und Juden und deren Bedeutung für Erinnerungsprozesse.
Dr. Doumbia erforscht die Arbeits- und Beschäftigungsgeschichte Westafrikas, insbesondere in Ghana, Mali und der Côte d'Ivoire, mit Fokus auf die Schnittstellen zwischen lokalen Gemeinschaften, staatlichen Institutionen und Landverwaltung.
Prof. Nielsen erforscht derzeit, wie Landnutzungs- und Nachhaltigkeitstransformationen in der Praxis funktionieren — insbesondere in Kleinbauern-Systemen des Globalen Südens (Pakistan, Burkina Faso, Kolumbien, Amazonas).
Daniel Töpper erforscht die Geschichte von Wissen, Verwaltung und Subjektbildung im Schulsystem, mit aktuellem Fokus auf historisch-vergleichende Lehrplananalyse zwischen DDR und BRD (1945–1990).
Dr. Ramona Mosse erforscht, wie theatrale Performance und künstlerische Praxis durch die COVID-19-Pandemie grundlegend transformiert werden.
Prof. Kos erforscht aktuell, wie Fremdsprachenunterricht in realen Klassenzimmern funktioniert — insbesondere Peer-Collaboration beim Schreiben und Sprechen, Spracherwerb in altersgemischten Klassen sowie die Ausbildung von Lehrkräften für Content and Language Integrated Learning (CLIL).
Dr. Mareike Wulff dokumentiert stark vom Aussterben bedrohte Sprachen und traditionelle Handwerkspraktiken in Bhutan, insbesondere Lhokpu und Black Mountain Monpa sowie die damit verbundene Naturfasergarnerzeugung.
Dr. Sarah Hackfort erforscht die Verflechtung von Biologie, Wirtschaft und Gesellschaft in der modernen Bioökonomie – konkret: wie lebende Organismen und biologische Prozesse in High-Tech-Produktionssystemen kommerzialisiert und politisch reguliert werden.
Dr. Alice Rogalla von Bieberstein forscht aktuell mit ethnografischen Methoden zu kulturwissenschaftlichen Fragestellungen im Rahmen eines international kooperativen Projekts (2025–2026).
Dr. Henrik Schultze erforscht sprachliche Vielfalt in urbanen Räumen, insbesondere in Berlin, wo Menschen aus über 180 Ländern leben.
Dr. Stefanie Alisch erforscht Soundsysteme als internationale musikalische Aufführungskonfiguration und untersucht dabei, wie Wissensproduktion und Geschlechterdarstellungen in dieser Praxis miteinander verflochten sind.
Dr. Sanchez Criado erforscht multimodale Methoden der ethnographischen Forschung und Dokumentation.
Prof. Dr. Judith Becker erforscht die Kulturgeschichte und Religionsgeschichte Europas und Asiens vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, mit aktuellem Fokus auf die Geschichte der ökumenischen Bewegung und internationalen christlichen Netzwerke im 19. und 20. Jahrhundert sowie auf koloniale Missionsgeschichte und Geschlechterbeziehungen in Missionskontext.
Dr. Sabina Brevaglieri erforscht die Verflechtung von materiellen Objekten, religiöser Bedeutung und Agency in historischen Kontexten — schwerpunktmäßig in Italien, auf der Iberischen Halbinsel und im Heiligen Land.
Dr. Miriam Boyer erforscht die Materialität lebendiger Natur und ihre wirtschaftliche Nutzung in der High-Tech-Bioökonomie.
Dr. Salma Siddique erforscht urbane Zukunftsvorstellungen und Alltagspraktiken in südasiatischen Städten durch die Linse von Filmkultur und Zuschauerverhalten.
Dr. Bochmann erforscht derzeit die Materialisierung von Grenzen und Lagersystemen als globale Infrastrukturen, mit Fokus auf rechtliche Kategorisierungsprozesse und lokale Ordnungsbildung in Flüchtlingslagern und Migrationsregimen.
Roberto Enrique Herrera Miranda dokumentiert gefährdete indigene Sprachen, insbesondere das Bribri in Costa Rica, durch systematische Feldforschung mit Video- und Audioaufnahmen in naturalistischen Kontexten.
Prof. Bister erforscht gegenwärtig, wie gesellschaftliche Entscheidungsprozesse — insbesondere zu Klimapolitik und psychischer Gesundheit — durch ethnographische Feldforschung und innovative Formate wie „Realfiktion" (performative Zusammenkünfte, die zukünftige Governance antizipieren) verstanden und gestaltet werden können.
Prof. Chakkalakal erforscht künstlerische Interventionen und partizipative Ausstellungspraktiken als Mittel zur gesellschaftlichen Gestaltung und Krisenbewältigung.
Dr. Laurence Douny erforscht traditionelle Handwerkstechniken und Materialwissen in Westafrika, insbesondere bei den Marka-Dafing in Burkina Faso.
Dr. Irene Leser erforscht Kindheitserfahrungen und Migrationsprozesse aus der Perspektive von Kindern, mit aktuellem Fokus auf biografisches Erinnern an die DDR-Kindheit (Projekt bis 2025).
Prof. Goel erforscht die Verflechtungen von Migration, Care-Arbeit und Geschlecht aus transdisziplinärer, intersektionaler Perspektive.